Ausblick auf das Rathaus und den Marktplatz in der Oberstadt von Marburg
Themenweg empfohlene Tour

Themenweg Marburg800

Themenweg · Marburg
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  • Türme und Eingang der Elisabethkirche Marburg
    Türme und Eingang der Elisabethkirche Marburg
    Foto: Marburg Stadt und Land Tourismus

Hier lernst du jede Facette Marburgs kennen - von prägenden Gestalten der Stadt über Katastrophen bis hin zu ungeahnten Superlativen.

mittel
Strecke 4,9 km
1:30 h
103 hm
94 hm
280 hm
177 hm

Bei dieser Entdeckungstour tauchst du ein in unsere weltoffenen Stadt der Passage und des Austausches. Du begegnest den prägenden Gestalten der Stadt an fast noch authentischen Lebensorten: der heiligen Elisabeth, dem Landgraf Philipp sowie Emil von Behring. Auch für sie wurde Marburg eine Heimat auf Zeit, ebenso wie für Pilger, Professoren und Studierende. Viel Bewegung kommt in die mittelhessische Stadt bei dem Aufschwung durch die Preußen und später in den Zeiten des „roten“ und des „braunen Marburg“. Von der Jahrhundertflut über die Pest und den Hessenkrieg bis zum Marburg-Virus sowie dem „Marburg der Superlative“ - du meinst wahrlich ein offenes Geschichtsbuch vor dir zu haben!

Profilbild von Hanna Stummer (Marburg Stadt und Land Tourismus)
Autor
Hanna Stummer (Marburg Stadt und Land Tourismus)
Aktualisierung: 09.01.2023
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
280 m
Tiefster Punkt
177 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 47,07%Schotterweg 6,29%Naturweg 23,82%Pfad 12,51%Straße 10,29%
Asphalt
2,3 km
Schotterweg
0,3 km
Naturweg
1,2 km
Pfad
0,6 km
Straße
0,5 km
Höhenprofil anzeigen

Einkehrmöglichkeiten

Elisabeth Café
Café Wertvoll
Gartenlaube
Ristorante Pizzeria Valente
Eiscafé Venezia Cais
Café Konditorei Klingelhöfer Wettergasse
Die Pause
Weinstube und Restaurant Weinlädele
Bückingsgarten
Felix Diner
Café 1900
Café Barfuß
La Siesta
Market
Maxx
Café am Markt
Ratsschänke
Café Vetter
Blé Noir
Lahnterrasse
Villa Biedermeier
Shaky Shake Lingelgasse
Enchilada Marburg
Bottega - Tapas und mehr

Weitere Infos und Links

Magistrat der Universitätsstadt Marburg
FD Jubiläumsbüro Marburg800
Pilgrimstein 28a, 35037 Marburg

 

https://www.marburg800.de/projekte/themenweg-marburg800.html

Start

Marburg, Elisabethkirche
Koordinaten:
DD
50.814763, 8.769213
GMS
50°48'53.1"N 8°46'09.2"E
UTM
32U 483741 5629251
w3w 
///erstatten.beinahe.farblos

Ziel

Marburg, Elisabethkirche

Wegbeschreibung

Neben den prägenden Gestalten der Stadt — der heiligen Elisabeth, Landgraf Philipp sowie Emil von Behring — geht es auch um die „Stadt der Pilger“, den Aufschwung durch die Preußen, das „rote“ und das „braune Marburg“. Themen sind Marburgs Katastrophen von der Jahrhundertflut über die Pest und den Hessenkrieg bis zum Marburg-Virus sowie das „Marburg der Superlative“. Du meinst wahrlich ein offenes Geschichtsbuch vor dir zu haben!

Los geht es natürlich vor den einstigen Toren der Stadt, wo die heilige Elisabeth in einem „kleinen Häuschen aus Lehm und Holz“ wohnte und ein Hospital mit Kapelle errichtete. Heute stehst du hier vor der Elisabethkirche. Mit der Heiligsprechung Elisabeths wurde Marburg zu einer Stadt der Pilger. Die christlichen Wanderinnen und Wanderer lösten einen fast 100 Jahre andauernden Bauboom aus und haben viele Spuren in der Stadt hinterlassen. Davon zeugt auch das „Michelchen“, wenngleich die frühere Pilgerkapelle heute eine stille Oase ist.

Beendet wurde der Kult um die heilige Elisabeth durch Landgraf Philipp, unter dessen Herrschaft die Reformation offiziell eingeführt wurde. Er lud Martin Luther und Huldrych Zwingli zu einem berühmten Religionsgespräch ins Landgrafenschloss. Und er hinterließ Marburg das bis heute „größte Kapital der Stadt“, die Philipps-Universität, die heute älteste protestantische Universität der Welt.

Knapp drei Jahrhunderte später wurde Marburg zum Schauplatz der Romantik. Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm studierten hier — der Weg führt dich an ihrem Wohnhaus vorbei. Regelmäßig trafen sie sich hier im Forsthaus mit dem Romantischen Kreis, zu dem neben dem Rechtsgelehrten Carl von Savigny auch die Romantiker Clemens und Bettina Brentano, Karoline von Günderrode, Achim von Arnim und Sophie Mereau zählten.

Als die preußischen Truppen 1866 in der Universitätsstadt einmarschierten, wurden sie von den Studenten mit Hochrufen, Bier und Käsebroten begrüßt. Tatsächlich bescherten die Preußen der Stadt den gewünschten Aufschwung. Die Zahl der Menschen verdreifachte sich, Marburg weitete sich bis zum Bahnhof aus, die Universität blühte auf, die Kasernen entstanden. Bald darauf wurde der spätere Medizin-Nobelpreisträger Emil von Behring, der den Impfstoff gegen die Diphtherie entwickelte, an die Philipps-Universität berufen. Er gründete die Marburger Behringwerke, deren Nachfolgeunternehmen Marburg zu einer vergleichsweise wohlhabenden Stadt gemacht haben. Der Corona-Impfstoff von Biontech wird inzwischen hier produziert.

Das „braune Marburg“ lässt sich vor dem Kilian (einst Sitz der Gestapo) nur noch erahnen. Dabei galt die Stadt schon lange vor 1933 als „Hort der Reaktion“ und „Nazihochburg“. Schon 1930 war die NSDAP in Marburg stärkste Partei, 1932 erreichte sie die absolute Mehrheit, im Landkreis sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Als Adolf Hitler am 20. April 1932 in Marburg auftrat, versammelten sich 20.000 Menschen auf der Bürgerwiese.

Während die NS-Vergangenheit schnell verdrängt wurde, galt die Universitätsstadt seit den 1968er Jahren als „rote Hochburg“. Zu verdanken hat sie diesen Ruf vor allem Professor Wolfgang Abendroth (1906–1985). Der Antifaschist, der während der NS-Zeit gefoltert, zu Zuchthaus verurteilt wurde und sich der griechischen Widerstandsbewegung anschloss, galt als „Partisanenprofessor im Lande der Mitläufer“. In Marburg begründete er die marxistisch geprägte „Marburger Schule“ und lockte vor allem in den 60-er und 70-er Jahren zahlreiche Studierende nach Marburg.

Und heute siehst und erlebst du das zeitgenössische Marburg mit seinen vorbildlich sanierten Fachwerkhäuser in der Oberstadt, mit seiner Rolle als bundesweiter Vorreiter bei der Umwandlung der Kasernen für zivile Zwecke und dem neuen geisteswissenschaftlichen Campus Firmanei rund um den Alten Botanischen Garten. Und was du auf dem Themenweg noch erfährst? Die „Marburg der Superlative“: Fast jede/r dritte Marburger*in studiert an der Philipps-Universität. Marburg ist die „Hauptstadt der Wohngemeinschaften“ und der Blinden. Nirgendwo in Deutschland ist das Kino so beliebt wie in Marburg.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Die Bushaltstelle "Elisabthkirche" liegt in unmittelbarer Nähe zur Elisabthkirche und wird vom Marburger Hauptbahnhof aus von vielen Buslinien angefahren.

Parken

Die nächstgelegenen Parkhäuser zur Elisabethkirche sind das Oberstadtparkhaus am Pilgrimstein und die Tiefgarage Lahncenter in der Biegenstraße.

Koordinaten

DD
50.814763, 8.769213
GMS
50°48'53.1"N 8°46'09.2"E
UTM
32U 483741 5629251
w3w 
///erstatten.beinahe.farblos
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Es geht Bergauf und Bergab – wir empfehlen dir bequemes Schuhwerk anzuziehen.

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 Diese Vorschläge wurden automatisch erstellt.
Schwierigkeit
mittel
Strecke
4,9 km
Dauer
1:30 h
Aufstieg
103 hm
Abstieg
94 hm
Höchster Punkt
280 m
Tiefster Punkt
177 m
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

Statistik

  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
  • 43 Wegpunkte
  • 43 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  hm
Abstieg  hm
Höchster Punkt  m
Tiefster Punkt  m
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